Eröffnung Spielplatz Nüechtal

Im Rahmen des letzten 72-Stunden-Projektes haben über 150 Kinder und Jugendliche aus Ober- und Untersiggenthal bewiesen, wie viel Stärke in ihnen steckt. Zusammen mit 43 Leitern haben sie Hand angelegt, um den baufälligen Spielplatz Nüechtal auf Vordermann zu bringen. Umgesetzt wurde das gemeinnützige Projekt durch die Pfadi, den Blauring und die Cevi als Gemeinschaftsarbeit im Namen der «Jugend United Siggenthal». Die Jugendarbeiten der reformierten und katholischen Kirche und der beiden Gemeinden zogen am selben Strick. Sie alle hatten dasselbe Ziel.

Es gab viel zu tun, unter anderem  wurden die Feuerstelle versetzt und aufgewertet und der Rasen erweitert.Neue Sitzmöglichkeiten laden ein zum Verweilen, und der hängende Korb verspricht Spass beim Gruppenschaukeln. Neu gesetzte Bäume lassen mit dem Schatten zwar noch einige Jahre auf sich warten, dafür bietet der Wald ein Naturreich für Spielfreude ohne Ende. Der Vita-Kids-Parcours oberhalb des Spielplatzes sorgt für zusätzliche Bewegung. Nach erster Planung, zwar mit Unterbrüchen wegen finanziellem Einbruch, ist eine neue Spiel-Oase für die ganze Familie entstanden.

Mitgeholfen bei Finanzierung

Bei der Ausgabe von Steuergeldern müssen jeweils Prioritäten gesetzt werden. Aus dem Grund wurde die Sanierung des Spielplatzes Nüechtal aufgeschoben und musste zwei Jahre warten, bis die Aktion nun erfolgreich umgesetzt wurde. Klar, dass es für jede Anschaffung und die damit verbundene Arbeit Geld braucht. Das haben auch die Kinder des 72-Stunden-Projektes festgestellt. Ideen hatten sie viele, doch das Sparschwein reichte nicht aus, um all diese umzusetzen. So entstand die Idee, selbst Geld zu sammeln – von Tür zu Tür, von Haus zu Haus. Und siehe da, das Projekt überzeugte, und es kamen nach Abzug von Spesen stolze 13 000 Franken zusammen.

Gemeinde finanzierte den Rest

Nach dieser erfolgreichen Sammelaktion konnte die Gemeinde nicht anders und finanzierte den Rest von 27’000 Franken, um den Traum der Kinder zu verwirklichen. Bei der Einweihung liessen es sich die Gemeindevertreter, Gemeindeammann Dieter Martin wie auch Walter Vega vom Ressort Jugend, nicht nehmen, Dankesworte für die grosse Leistung zu übermitteln. Zufrieden zeigten sich auch die Verantwortlichen des Projektes: Matthias Villiger, Jugendarbeit katholische Kirche, und Wimi Wittwer, Leiter Jugendnetz Siggenthal. Sie sprachen ihren Dank auch der Grillbauerin Rebecca Fröhlich und dem Gärtner Eugen Scherer aus. Die drei Verbände Blauring, Cevi und Pfadi hatten zwar Arbeit, dafür steht ihnen jetzt ein Plätzchen zum Austoben zur Verfügung. Mit den drei Schokokuss-Schachteln bekamen die fleissigen Kids ein zusätzliches Zückerchen.

Text: Susana Senn- Benes