BETRIEB JUGEND- UND KULTURHAUS SIGGENTHAL (JUGS)

Jugendtreff
Während der Schulzeit ist der Jugendtreff regelmässig am Mittwoch & Freitag geöffnet. BesucherInnen  sind hauptsächlich Jugendliche aus Ober- und Untersiggenthal, welche in die Mittel- und Oberstufe gehen.
Diese können sich einen Match am Töggelikasten liefern, Billard spielen, ein Ping-Pong Tournier veranstalten, auf die Dartscheibe zielen, an den Computern chatten oder im Internet surfen. Das Jugendhaus bietet verschiedenen Räumlichkeiten wie einen Tanzraum mit grosser Spiegelwand, eine Disco mit Musikanlage und ein Kaffee mit einer voll ausgestatteten Küche an. Ausserdem gibt es Sofas und weitere Sitzmöglichkeiten, wo sich die Jugendlichen einfach nur entspannen und sich miteinander unterhalten können. Es gibt auch einen Kiosk, an welchem die Jugendlichen Getränke und Süsses kaufen können. Die Jugendarbeitenden stehen ihnen auch zur Seite wenn sie Unterstützung bei der Lehrstellensuche oder sonstige Fragen oder Anliegen haben. Das JUGS ist mittwochs von 14:00 bis 19:00 Uhr und freitags von 15:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.

Tanzraum
Einer der Räume im JUGS ist der Tanzraum. Dieser wird rege von autonomen Benutzergruppen eigenständig genutzt. Sei es für Breakdance, Hip Hop Streetdance oder einfach zum Üben für einen bevorstehenden Auftritt. Dabei stehen die Nutzer in der Verantwortung, dass der Raum ordentlich genutzt wird.

Bandräume
Im Keller befinden sich 3 Bandräume, welche an junge, aktive MusikerInnen vermietet sind.

Veranstaltungen
Neben den privaten Anlässen finden öffentliche Veranstaltungen statt, welche von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit geplant und durchgeführt werden.

CHRONOLOGIE JUGEND- UND KULTURHAUS SIGGENTHAL (JUGS)

  • 1968: Ende Jahr bildet sich ein Patronatskomitee für ein Jugendhaus.
  • 1972: Vom Schützenhaus zum Jugendhaus. Bereits regelmässiger Betrieb des Jugendhauses am heutigen Standort.
  • 1979: Gründung des Trägervereins.
  • 1981/82: Professionalisierung der Jugendarbeit durch eine 50% Stelle Jugendarbeit.
  • 1983: Totalrenovation der Aussenfassade (Ausbessern, Abschmirgeln, Neuanstrich) in Fronarbeit (Vorstand Trägerverein und Jugendliche). Für den Gebäudeunterhalt ist eine hauseigene „Reparaturgruppe“ zuständig.
  • 1984: Wegen Um– und Ausbau der Disco in Fronarbeit ist das Jugendhaus ein Monat geschlossen. Drei Trägervereinsmitglieder setzen dafür ihre Ferien ein.
  • 1984: Dezember: Der hintere Teil des „Café“ brennt ab. Für den Wiederaufbau werden von Jugendlichen und Trägervereinsmitgliedern ca. 1500 Stunden Fronarbeit investiert.
  • 1988: Umbau/Renovation Disco und Küche in Fronarbeit.
  • 1990: Neuanstrich der Gebäudefassade in Fronarbeit.
  • 1990: Aufstockung der Stellenprozente Jugendarbeit um 50%.
  • 1991: Erstmals hat das Jugendhaus ein zweiköpfiges Leiterteam.
  • 1992: Der Trägerverein finanziert ein Vorprojekt für einen zeitgemässen Um- und Ausbau des Jugendhauses und reicht dieses bei der Gemeinde ein.
  • 1993: Für den Um- und Ausbau wird eine gemischte Projektgruppe bestehend aus Gemeinderat H.P. Ueli, Architekt M. Schaffner, den Jugendhausarbeitern T. Rehmann und H. Graf sowie Trägervereinspräsident Max Chopard-Acklin ins Leben gerufen.
  • 1993: Der Trägerverein tätigt grössere Rückstellungen für den Um- und Ausbau.
  • 1994: Erste Abbruch- und Aufräumarbeiten im Vorfeld des Umbaus. Das Café wird zusätzlich isoliert. Ca. 300 Stunden Fronarbeiten.
  • 1994: Dezember: Der Einwohnerrat bewilligt das Um- und Ausbauprojekt des Jugendhauses und stockt den Kredit um zwei zusätzliche Übungsräume noch auf.
  • 1995: Jugendliche und Trägervereinsmitglieder leisten an über 40 Aktionstagen ca. 1000 Stunden beim Um- und Ausbau des Jugendhauses. Gegenwert ca. 55`000.- .
  • 1996: März: Einweihungsfeier des „neuen“ Jugendhauses.
  • 1996: Namensänderung von JUGOS zu JUGS und neues Signet.
  • 1996: Der Trägerverein ist von ursprünglich 30 (Gründungszeit) auf 100 Mitglieder angewachsen. Der Vorstand betreibt intensiv Öffentlichkeitsarbeit.
  • 1997: Der Vorstand lanciert eine Werbekampagne für den Trägerverein und verbreitert dessen Basis auf 152 Mitglieder.
  • 1997: Die Aussenfassade wird neu gemalt.
  • 1998: Ein „Leitbild Jugendhaus“ wird erarbeitet und die Gruppe „Kulturcontainer“ entsteht.
  • 1999: 20 Jahre Trägerverein! Der Trägerverein veranstaltet und finanziert aus zu diesem Anlass am Jugendfest vom 25./26. Juni auf dem Badiparkplatz ein Open Air.
  • 2000: Innenausbau Disco und Sanierung Boden.
  • 2001: Die Vernetzung der Jugendarbeit im Siggenthal wird vorangetrieben.
  • 2003: Ein neues Betriebskonzept wird erarbeitet und umgesetzt.
  • 2004: Der Trägerverein bewilligt 8000.- Franken für das Jugendkonzept.
  • 2005: Das neue Jugendkonzept wird von den Unter- und Obersiggenthaler Behörden verabschiedet.
  • 2006: Das neue Jugendkonzept wird operativ umgesetzt. Jugendarbeit und Schulsozialarbeit werden unter der Leitung der Gemeindebehörden zusammengelegt.   Der Trägerverein gibt per 1. Juli seine Verantwortung für den Betrieb des Jugendhauses ab.

Gleichzeitig wird von den beiden Gemeinden Untersiggenthal (US) und Obersiggenthal (OS) eine paritätisch zusammengesetzte Jugendkommission eingesetzt. Je Gemeinderat, Schulpflege, Lehrervertreter und Elternverein sind vertreten. Das Präsidium liegt bei US, die Anstellung des Personals und die Rechnungsführung bei OS.

  • 2006: Am 1. August beginnt der neue Leiter (70%) des Jugendnetz Siggenthal mit dem Aufbau des neuen Teams: je Frau und Mann 50% in der Jugendarbeit und neu 2 Frauen je 50% in der Schulsozialarbeit je vor allem auf der Oberstufe in US und OS.
  • 2006: Ausserordentliche GV am 18.09.06. Aus dem Trägerverein des „Jugend- und Kulturhauses Siggenthal“ wird die „Jugendlobby Siggenthal“.
  • 2007: Die ersten aktiven Gruppen der Juggendlobby sind: Die AG Kulturcontainer (regelmässige Konzertveranstaltungen im JUGS) und die AG Recycling Theater (Theater für und mit Kindern und Jugendlichen). Der Verein „Jugendlobby Siggenthal“ zählt 60 Mitglieder.
  • 2007: Unter dem Titel „Metamorphose“ wird im Rahmen einer Veranstaltung im Januar der Trägerverein gebührend verabschiedet und gleichzeitig das neu aufgebaute Team Jugendnetz Siggenthal vorgestellt und willkommen geheissen.
  • 2007: Ein Logo wird kreiert und unter jugendnetz-siggenthal.ch eine Homepage eingerichtet. Es folgt intensive Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit mit den Fachstellen, Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulpflegen, Polizei, Hauswarten, Kirchen und Vereinen, die sich mit Jugendthemen beschäftigen.
  • 2008: Starke Präsenz an den Jugend- und Dorffesten in beiden Gemeinden. Ebenfalls wird versucht eine aufsuchende Jugendarbeit aufzubauen, was aber wegen zu geringer Kapazität nur schwer möglich ist und schlussendlich scheitert.
  • 2009: Die bisherige Arbeit der Pilotphase des Jugendnetz wird durch das Büro WEST, Luzern evaluiert: Es gibt gute Noten und einen Antrag auf eine definitive Einführung und einen moderaten Ausbau. Die beiden Jugendarbeitsstellen werden von 50% auf 60% erhöht, sowie eine zusätzliche 60%-Stelle für ein Ausbildungspraktikum geschaffen. Leider wird die beantragte 60%-Stelle für aufsuchende Jugendarbeit abgelehnt. In der Schulsozialarbeit werden die beiden Stellen von 50% auf 75% erhöht. Damit wird eine Ausdehnung der Arbeit auf alle Schulstufen möglich.
  • 2009: Highlights: Sponsorenlauf und Spielfest im Bauhalde Quartier US, MartialART-Wochenende (Ausstellung diverser Kunstarten in Kombination mit Kampfkunstvorstellungen) im Oberstufen Zentrum OS und StattGewalt-Rundgänge stattgewalt.ch in beiden Gemeinden zum Einüben von Zivilcourage.
  • 2010: Das im Rahmen der Evaluation erarbeitete angepasste Konzept wird umgesetzt. Das Team berichtet 3 mal im Jahr mit einem Reporting an die Jugendkommission um strategische Entscheide zu ermöglichen.
  • 2010: Highlights: Starke Präsenz an der Sichlete in Kirchdorf und in Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden am 72 Stunden Projekt. Ein Domino wird gebaut und von US nach OS geschickt.
  • 2011: Der Jahreshöhepunkt ist die Beach ‚n’ Pool Party in enger Zusammenarbeit mit dem Bademeisterteam des Gartenschwimmbads OS. Mit grossem Einsatz der Jugendlichen wird eine schwimmende Tanzfläche auf- und auch wieder abgebaut.
  • 2012: Highlights: BUntersiggenthal – Fest der Kulturen in US, Jugend- und Dorffest in beiden Gemeinden, Gewerbeausstellung OBSIGA in OS, „JugendGeschichtenFischer“ am Stadtfest Baden mit anderen Jugendarbeitsstellen aus der Region, Sofa on Tour (Nutzung des öffentlichen Raums)
  • 2012: Erste Abklärungen wie sich das Jugendnetz stärker im Bauhalden Blockquartier in US engagieren kann.
  • 2013: Highlights: BUntersiggenthal, Spiel- und Grillfest Bauhalde Blockquartier, 40 Jahre Jubiläumsfeier JUGOS-JUGS mit Open Air Bühne auf dem Schwimmbadparkplatz (leider tüchtig verregnet), Spaghettata im Markthof OS in enger Zusammenarbeit mit JugendUnited (Zusammenschluss der Jugendverbände Blauring, Cevi und Pfadi beider Gemeinden), Abbruchfest beim Spielplatz beim Gemeindehaus bevor dieser renoviert wird. Kombiniert wird dies mit einer Spendensammlung damit die vom Einwohnerrat gestrichene Wasserturbine doch noch gebaut werden kann. Es kommen mehr als Fr. 10’000.- zusammen!
  • 2013: Beginn der vertieften (auch strukturell abgestützten) Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff Atlantis der kirchlichen Jugendarbeit in US.
  • 2013: Evaluation des Jugendnetz durch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Grundsätzlich gibt es wiederum gute Noten. Empfohlen wird eine Erhöhung der Kapazität bei der Schulsozialarbeit da diese mit Total 150% seit der Ausdehnung der Arbeit an allen Schulstufen nicht mehr genügt.
  • 2013: Start der monatlichen Sportnächte in einer Turnhalle beider Gemeinden abwechselnd einmal pro Monat an einem Samstag.
  • 2014: Highlights: BUntersiggenthal, Springbreakparty im Gartenschwimmbad OS wieder mit schwimmender Tanzfläche aber leider verregnet, Neuanstrich JUGS im Rahmen eines Jobbörse Projekts, Spaghettata, Einweihung des renovierten Generationenspielplatz „Rumpel Pflotsch“ beim Gemeindehaus OS, kantonaler Mädchenkulturtag in US mit über 80 Mädchen.
  • 2014: Weiterer Ausbau der regelmässigen Zusammenarbeit mit dem Atlantis.
  • 2014: Erarbeitung eines Konzepts für regelmässige Spielnachmittage im Bauhalden Blockquartier im Rahmen der Bachelorarbeit der Praktikantin.
  • 2014: Erstellung eines ausführlichen, bebilderten Jahresberichts der auf der Homepage jugendnetz-siggenthal.ch als PDF aufgeschaltet ist.
  • 2015: Erarbeitung eines Antrags für die Erhöhung der Kapazität der Schulsozialarbeit um 85%. Soviel fehlt in beiden Gemeinden zusammen gemäss Empfehlungen des Kantons, der 100% für 700 SchülerInnen vorsieht. Leider geht der Antrag im Rahmen der Sparmassnahmen der Gemeinde OS unter.
  • 2015: Einführung von Spielnachmittagen im Bauhalde gemäss letztjährigem Konzept.
  • 2015: Monatliche 12+ Parties im Atlantis.
  • 2015: Highlights: BUntersiggenthal im Rahmen des zweitägigen Jugendfests US inkl. Iftar (muslimisches Fastenbrechen im Ramadan), Sichlete in Kirchdorf, 72 Stunden Projekt mit JugendUnited (Beginn der Renovation des Spielplatzes Nüechtal in OS mit über 150 Kindern und Jugendlichen), kantonaler Bubenkulturtag in OS mit beinahe 40 Jungs.
  • 2015: Durchführung von „Keine Daheimnisse“ in Zusammenarbeit von Schulsozial- und Jugendarbeit (Thema Körperstrafen).
  • 2015: Jahresbericht als PDF auf der Homepage jugendnetz-siggenthal.ch .

 

Quellen:

Jahresberichte und Archiv des Trägervereins Jugendhaus Siggenthal: Max Chopard, Präsident Trägerverein, Januar 2007

Rechenschaftsberichte ab 2006: Wimi Wittwer, Leiter Jugendnetz Siggenthal, August 2016